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saldiaSearch AI: Jetzt steht auch im Onlineshop jemand da

Der neue KI-Assistent berät im Shop, kennt den Bestellstatus und schlägt Passendes vor – aus deinem echten Sortiment. Und die Suche ist neu gebaut.

Lorenz Schmid Lorenz Schmid 8 Min. Lesezeit
saldiaSearch AI: Jetzt steht auch im Onlineshop jemand da

In einem Ladengeschäft steht jemand da. Wer unsicher ist, fragt – und bekommt eine Antwort, die zum Sortiment passt. Im Onlineshop steht niemand da. Wer unsicher ist, tippt etwas ins Suchfeld, bekommt zweitausend Treffer oder keinen, und geht.

Genau in diese Lücke haben wir diesen Sommer saldiaSearch AI gebaut: einen Einkaufsassistenten, der im Shop berät, Fragen zu Bestellungen beantwortet und Passendes vorschlägt – ausschliesslich mit Produkten, die es in diesem Shop wirklich gibt. Er ist neu, aktuell in Beta, und wird pro Shop freigeschaltet.

Und weil ein Assistent nur so gut ist wie die Suche unter ihm, haben wir im gleichen Zug auch saldiaSearch selbst neu gebaut. Beides steht hier – zuerst der Assistent.

saldiaSearch AI: sechs Stellen, an denen sonst niemand da ist

Der Assistent ist kein Chat-Fenster, das über den Shop gelegt wurde und dort auf Klicks wartet. Er sitzt an den Stellen, an denen im Laden jemand fragen würde:

  • Im noch leeren Suchfenster. Bevor überhaupt getippt ist, knüpft er an das zuletzt angesehene Produkt an und schlägt Passendes vor.
  • Im Suchfeld, sobald getippt wird. Ab dem zweiten Zeichen erscheint ein KI-Button. Ein Klick schickt die Anfrage an den Assistenten; die Antwort erscheint über den Treffern, die Trefferliste bleibt stehen.
  • Wenn eine Suche nichts findet. Dann meldet er sich von selbst – einmal pro Anfrage, und nur dann. Bei einer erfolgreichen Suche nie.
  • Auf der Produktseite. Eine dezente Zeile «Frage zu diesem Produkt?» öffnet den Chat mit dem Produkt bereits im Kontext.
  • Bei Produkten, die nicht an Lager sind. Genau dort, wo der Kaufen-Button fehlt, stehen lieferbare Alternativen statt einer Absage.
  • Im Warenkorb. Was zum bereits Gewählten passt – begründet, nicht bloss aufgelistet, und in der Warenkorbseite selbst.
Suchfeld mit hervorgehobenem KI-Assistent-Button und dem Antwortpanel des Assistenten über den Treffern
Der KI-Button sitzt direkt im Suchfeld. Statt zweitausend Schrauben auszuwerfen, fragt der Assistent zurück, wofür sie gebraucht werden.

Was er kann – und was er bewusst nicht tut

Beraten heisst hier: aus dem Sortiment beraten. Auf «Was passt zu …» kommen Produktkarten mit Bild, Preis und Direkt-in-den-Warenkorb-Button. Kompatibilitätsfragen – welcher Akku, welches Ersatzteil, welche Variante – beantwortet er aus den Ersatzteil- und Zubehör-Verknüpfungen, die im Shop ohnehin gepflegt sind. Er rät nicht, er liest nach.

Dazu kommt die häufigste Support-Anfrage überhaupt: «Wo ist meine Bestellung?» Eingeloggte Kundschaft bekommt die Antwort direkt, Gäste über Bestellnummer und E-Mail. Der Zugriff ist streng lesend – zurück kommen Status, Datum und Tracking-Nummer, sonst nichts.

Chat-Fenster, in dem der Assistent den Versandstatus einer Bestellung mit Tracking-Nummer beantwortet
Bestellnummer und E-Mail genügen. Die Angaben im Bild sind für die Veröffentlichung durch Beispielwerte ersetzt.

Und weil Shops mehr Fragen bekommen als nur Produktfragen, gibt es ein Freitextfeld im Backend: Versandkosten, Rückgabefristen, Öffnungszeiten. Was dort steht, beantwortet der Assistent – statt pauschal an den Support zu verweisen.

Genauso wichtig ist, was er nicht tut:

  • Er kann keine Produkte erfinden. Vorschlagen darf er ausschliesslich, was die Suche vorher in deinem Shop gefunden hat – ein Artikel, den es nicht gibt, kann gar nicht in der Antwort landen.
  • Er öffnet sich nie von selbst. Kein Popup, das nach drei Sekunden aufgeht.
  • Er setzt keine Cookies und legt kein Profil an. Der Gesprächsverlauf lebt in der Browser-Sitzung und ist beim Schliessen des Tabs weg.

Er antwortet auf Deutsch, Englisch und Französisch – in der Sprache, in der gefragt wird.

Ehrlich bleiben wir dabei auch bei den Grenzen: Ein Sprachmodell kann sich im Ton vergreifen oder eine Formulierung schief hinstellen. Was es in diesem Aufbau nicht kann, ist ein Produkt erfinden: Vorschlagen darf es nur, was die Suche vorher in deinem Shop gefunden hat.

Empfehlungen an der richtigen Stelle

Empfehlungen gehören zum Assistenten – aber nur dort, wo sie eine Frage beantworten, die gerade entsteht: lieferbare Alternativen bei einem Artikel ohne Lagerbestand, Ergänzendes im Warenkorb, Vorschläge im noch leeren Suchfenster.

Alle drei erscheinen in der Seite, nicht in einem Fenster darüber. Nichts öffnet sich von selbst, und was schon im Warenkorb liegt, wird nicht noch einmal empfohlen. Wie die einzelnen Platzierungen wirken, siehst du im Backend – dazu weiter unten mehr.

Warenkorbseite mit dem Block «Passend zu deinem Warenkorb» und drei ergänzenden Produkten
Zum Motorrad im Warenkorb empfiehlt der Assistent Reifen, Akku und Scheinwerfer – mit Begründung, als Teil der Seite statt als Ebene darüber.

Darunter: die Suche ist neu gebaut

Ein Assistent kann nur empfehlen, was die Suche findet. Deshalb im gleichen Zug: Aus der Vorschlagsliste unter dem Suchfeld ist ein eigenes Suchfenster geworden, das sich ab dem zweiten getippten Zeichen über den Shop legt.

  • Filtern, ohne die Suche zu verlassen. Kategorien und Marken – jeweils nur die, die in den aktuellen Treffern wirklich vorkommen, mit Anzahl. Preis als Schieberegler über die reale Preisspanne. «Nur an Lager». Und separat ausgewiesen, was beim Lieferanten verfügbar ist.
  • Die Filter rechnen live mit. Eine Kombination, die auf null Treffer führt, gibt es damit gar nicht.
  • Raster oder Liste, Voreinstellung für Desktop und Handy getrennt – mit Bild, Name, Preis, SKU und Lagerstatus auf jeder Karte.
  • Fürs Handy gebaut, mit Tastaturbedienung und funktionierender Zurück-Taste.
Filterspalte des Suchfensters mit Kategorien samt Anzahl, Preis-Schieberegler und Verfügbarkeits-Filter
Kategorien mit Anzahl, Preis als Schieberegler, Verfügbarkeit – alles direkt im Suchfenster, ohne Seitenwechsel.

Wenn die Stichwortsuche nichts findet

Es gibt eine Kennzahl, die fast jeder Shop hat und fast niemand anschaut: den Anteil der Suchanfragen, die nichts finden. Sie erzeugt keine Fehlermeldung und keinen Alarm – nur eine leere Seite und einen Menschen, der weiterzieht.

Der Grund ist fast immer derselbe: Eine klassische Suche vergleicht Zeichenketten. Menschen tippen aber nicht das Wort aus dem Produktnamen, sondern das Wort, das sie kennen – den Zweck statt des Produkttyps, die Marke statt des Modells, Umgangssprache statt Katalogsprache, am Handy oft mit Tippfehler.

saldiaSearch geht deshalb in Stufen vor: Zuerst wird die wahrscheinlich gemeinte Schreibweise probiert («Meintest du …», mit den Ergebnissen gleich darunter). Hilft das nicht, sucht saldiaSearch nach Bedeutung statt nach Buchstaben und zeigt die inhaltlich nächstliegenden Produkte unter «Ähnliche Ergebnisse für …». Und erst wenn auch das nichts bringt, meldet sich der Assistent. Die Bedeutungssuche greift dabei nicht nur im Suchfenster, sondern auch auf den Such- und Kategorieseiten – und sie rechnet auf unserer eigenen Schweizer Infrastruktur.

Was du im Backend siehst

Über der Liste der Suchanfragen steht jetzt, wie viele davon nichts gefunden haben – als Zahl und als Anteil. Ein Klick filtert die Tabelle auf genau diese Zeilen, und jeder Begriff verlinkt in die Storefront-Suche. Aus einer Statistik wird damit eine Arbeitsliste: Begriff ansehen, nachvollziehen, was die Kundin gesehen hat, dann entscheiden – Synonym hinterlegen oder Sortimentslücke schliessen. Unsere Erfahrung aus den ersten Wochen: Der grössere Teil dieser Anfragen sind keine Lücken im Sortiment, sondern Wörter, die dein Sortiment noch nicht kennt.

Die zweite Auswertung zeigt, was saldiaSearch AI bewirkt: pro Platzierung Impressionen, Klicks, Warenkorb-Zulagen, der ausgelöste Warenkorbwert und die fünf meistgeklickten Produkte – wahlweise für 7, 30 oder 60 Tage.

Aus der Entwicklung: was die Zahlen gesagt haben

Vorbehalt vorweg: Alle Zahlen in diesem Abschnitt stammen aus der Beta-Phase, aus zwei Shops und aus Zeiträumen von ein bis zwei Wochen. Sie zeigen, wie wir entschieden haben – sie sind keine Zusicherung für dein Sortiment. Längere Messungen über mehr Shops laufen; die Ergebnisse reichen wir nach.

Die leere Ergebnisseite

Gemessen bei einem Schweizer Fachhändler mit rund 335'000 Artikeln. In den ersten zehn Tagen nach der Umstellung sank dort der Anteil erfolgloser Suchen von über 8 % auf praktisch null. Ein zweiter Shop, der die Umstellung ebenfalls bekam, bestätigt das unabhängig.

Zeitraum Suchen ohne Ergebnis
vor der Umstellung über 8 %
erste zehn Tage danach praktisch null

Die sauberste Bestätigung liefert ein Zufall: Derselbe Shop betreibt eine französischsprachige Storefront, die die Bedeutungssuche zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekommen hatte. Dort blieb der Anteil im selben Zeitraum unverändert. Gleicher Shop, gleiches Sortiment, gleiche Woche – nur ohne die Umstellung.

Das ist eine datierte Momentaufnahme aus dem August 2026 und kein Dauerversprechen: Sobald deine Kundschaft nach Begriffen sucht, die dein Sortiment nicht abdeckt, entstehen wieder erfolglose Suchen. Genau dafür gibt es die Arbeitsliste im Backend.

Nebenbei aus derselben Auswertung: Rund ein Drittel der Suchsitzungen führt zu einem Klick auf ein Ergebnis.

Warum wir unser eigenes Popup gelöscht haben

Für die Empfehlungen hatten wir zwei Varianten gebaut: einmal fest in der Seite, einmal als schwebendes Fenster darüber. Nach sieben Tagen war die Reihenfolge eindeutig – und nicht die, auf die wir gewettet hätten.

Am häufigsten geklickt wurde dort, wo die Kundin selbst gefragt hatte: Im KI-Chat klicken 12–17 % der Besucher auf die empfohlenen Produkte. Der unscheinbare Block mitten in der Warenkorbseite lag deutlich darunter – und das schwebende Fenster, das am meisten Aufmerksamkeit einforderte, ganz am Schluss. Es wurde häufiger gesehen als der Block in der Seite und trotzdem seltener angeklickt.

Also haben wir es gelöscht. Nicht abgeschwächt, nicht seltener eingeblendet: entfernt.

Dieselbe Logik zeigte sich bei der Reichweite: Dieselbe Chat-Funktion wird deutlich häufiger geöffnet, wenn sie im Suchfeld sitzt, als wenn sie hinter einem schwebenden Knopf steckt. Wo eine Funktion sitzt, entscheidet mehr über ihre Wirkung als das, was sie kann.

Der Merksatz, den wir mitgenommen haben: Gefragt schlägt ungefragt. Und in der Seite schlägt über der Seite.

So bekommst du beides

saldiaSearch – also das Suchfenster mit Filtern, die Bedeutungssuche und der Echtzeit-Index – startet bei CHF 49 pro Monat und lässt sich in den saldiaApps deines saldiaShops mit einem Klick aktivieren. Wenn du saldiaSearch bereits nutzt, sind die Neuerungen ohne Mehrkosten dabei; freigeschaltet werden sie pro Shop.

saldiaSearch AI ist das neue Zusatzmodul und aktuell in Beta: standardmässig ausgeschaltet, auf Anfrage für deinen Shop freischaltbar. Wenn du es ausprobieren möchtest, melde dich – wir schalten es dir auf.

Alle Funktionen im Detail stehen auf der Produktseite von saldiaSearch.

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