Ratgeber & News

Wie saldiaTools entstanden ist – aus einem Freundschaftsdienst

Wie aus einer Bitte unter befreundeten Unternehmern saldiaTools wurde: vier smarte Schweizer Business-Apps in einer Plattform. Eine persönliche Geschichte.

Men Wälti Men Wälti 15. Februar 2026 7 Min. Lesezeit
Wie saldiaTools entstanden ist – aus einem Freundschaftsdienst

Bei mir hat ehrlich gesagt noch nie ein Produkt mit einem Businessplan, einer Marktanalyse oder einer Folie mit dem Wort «Skalierung» begonnen. So einen Quark brauche ich nicht – ich bin ein Macher. Kommt mir was in den Sinn, dann mach ich's einfach. Und genau so ist auch saldiaTools entstanden: mit einem Glas Appenzeller an unserem legendären saldiaStammtisch, jenem Apéro, an dem die besten Ideen sowieso erst zwischen dem zweiten und dritten Schluck kommen. Ich erzähl die Geschichte gern, weil sie ziemlich genau zeigt, wie wir bei saldia ticken: zuhören, anpacken, fertig.

Der eigentliche Funke: «Dafür soll ich so viel Geld zahlen?»

Den Stein ins Rollen brachte ein Kollege mit seinem eigenen KMU. Er hatte ein konkretes, lästiges Problem im Geschäftsalltag – und die einzige Software, die es gelöst hätte, war masslos überteuert. «Dafür soll ich so viel Geld zahlen, nur damit mir das eine Tool diese eine Sache abnimmt?», fragte er in die Runde. Genau in diesem Moment fiel der Satz, den wir bei saldia viel zu gerne hören: «Ihr baut doch Software – könnt ihr mir nicht einfach ein kleines, smartes Tool dafür machen?»

Das Schöne am Apéro ist, dass solche Sätze nicht verhallen. Bis das Glas leer war, stand fest: Wir bauen ihm etwas Schlankes, das genau sein Problem löst – ohne das fette Preisschild der Konkurrenz.

Der nächste am Tisch: «Es geht doch nur um die Stromrechnung»

Kaum war die Idee ausgesprochen, klinkte sich der nächste ein – ein Kollege, der ein paar Wohnungen vermietet. Bei ihm ging es gar nicht um eine grosse Nebenkostenabrechnung, sondern um etwas viel Banaleres: alle drei Monate die Stromrechnung sauber auf seine Mieter aufteilen. «Es geht doch nur um die Stromrechnung», sagte er, «und trotzdem sitze ich jedes Quartal mit dem Taschenrechner da.»

Also haben wir ihm ein kleines Tool gebaut, das genau eine Sache richtig gut macht: Rechnung hochladen, die KI liest Anbieter, Betrag, Zeitraum und Zählerstände automatisch aus und verteilt die Kosten sauber auf die Mieter. Am Ende kommt eine fertige PDF-Abrechnung raus. Sein Quartals-Theater wurde zu ein paar Klicks.

Und dann kam der nächste. Und der übernächste.

Was als zwei Apéro-Ideen begann, sprach sich herum – so läuft das eben in einem Land, in dem jeder jeden über zwei Ecken kennt. Plötzlich stand das Telefon nicht mehr still:

  • Der Kollege vom Apéro – derselbe, der den Stein überhaupt ins Rollen gebracht hatte – bekam laufend ELDA/DAT-Dateien herein und musste sie bisher von Hand zerpflücken, um daraus Offerten in bexio zu bauen. Er wollte eine Brücke zwischen dieser elektronischen Datenanlieferung und seiner Buchhaltung – keine Bastellösung und vor allem nicht das überteuerte Programm vom Anfang.
  • Der Betreiber mit den vielen Mitgliedern wollte seine Mitglieder, Abos und Zahlungen nicht mehr über drei verschiedene Listen jonglieren – inklusive Kundenportal und den automatischen Bestätigungen, die ihm jeden Januar das Leben schwer machten.
  • Der Treuhänder, der überall in Mandaten unterwegs ist, brauchte eine Zeiterfassung, die nicht nach Konzernsoftware schmeckt: pro Mandat Kunde, Projekt und Live-Timer starten – und am Monatsende sauber als Rechnung nach bexio oder CashCtrl exportieren.

Jedes Mal das gleiche Muster: keine grosse Schmerztabelle, sondern eine konkrete, wiederkehrende Aufgabe, die im Geschäftsalltag nervt – und oft eine Standardsoftware, die dafür viel zu teuer gewesen wäre. Und jedes Mal die gleiche Antwort von uns: «Klar, lass uns ein schlankes Tool dafür bauen.»

Der Moment, in dem aus Tools eine Plattform wurde

Irgendwann lagen vier dieser kleinen Helfer auf dem Tisch – und wir merkten, dass sie mehr gemeinsam hatten, als uns zuerst bewusst war. Alle wollten Schweizer Datenhaltung. Alle sollten mandantenfähig sein, damit eine Verwalterin oder ein Vereinsvorstand mehrere Kunden sauber getrennt bedienen kann. Und dort, wo tatsächlich Geld floss – etwa bei den Mitglieder-Abos – stand mit saldiaPay gleich eine Schweizer Zahlungslösung mit TWINT, Karten und QR-Rechnung bereit. Nicht jedes Tool brauchte sie, aber wer wollte, konnte sie ohne Umweg anbinden.

Statt vier Insellösungen weiterzupflegen, haben wir sie unter ein gemeinsames Dach gestellt. Eine Plattform, vier spezialisierte Apps – jede so fokussiert wie am ersten Tag, aber mit derselben soliden Basis darunter. So ist saldiaTools entstanden: nicht als Vision von oben, sondern von unten gewachsen, ein echter Anwendungsfall nach dem anderen.

Was heute in saldiaTools steckt

Vier Apps, eine Plattform, alle mit Schweizer Datenhaltung – und saldiaPay dort, wo Zahlungen wirklich gebraucht werden:

  • Abrechnungen für Vermieter – Nebenkostenabrechnung mit KI-Rechnungserkennung, automatischer Kategorisierung, Mieter- und Zählerverwaltung und versandfertigen PDF-Abrechnungen.
  • Mitgliederverwaltung – Komplettlösung für Studios, Vereine und Clubs: Mitglieder, Abos, Zahlungen, Kundenportal und automatische Bestätigungen.
  • Time Tracking – Zeiterfassung mit Kunden, Projekten und Live-Timer, inklusive Export nach bexio und CashCtrl als Rechnung.
  • ELDA / DAT bexio Import – ELDA-Dateien einlesen und Offerten direkt in bexio erstellen, die Brücke zwischen Datenanlieferung und Buchhaltung.

Vier Aufgaben, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben – und doch dasselbe Versprechen einlösen: eine lästige, wiederkehrende Pflicht von Stunden auf Minuten zu drücken.

Und so wächst es weiter

Das Schöne an dieser Entstehungsgeschichte ist, dass sie nie wirklich aufgehört hat. Auch heute kommt das beste «Roadmap-Feedback» nicht aus einem Strategie-Workshop, sondern aus einem Gespräch, das mit «Du, ich hätte da was …» beginnt. Genau so suchen wir die nächsten Tools aus: Welche Aufgabe taucht immer wieder auf? Wo verschwenden kluge Leute ihre Zeit mit Abtippen, Kopieren und Listenpflege?

Also: Wenn dich beim Lesen irgendwas an deinen eigenen Büroalltag erinnert hat – egal ob eine der vier Apps oder eine ganz andere Aufgabe, die dich regelmässig nervt – dann ist das kein Zufall, sondern eine handfeste Einladung. Und die meine ich auch so.

Und jetzt mal Klartext, wie ich's am liebsten habe: Komm doch einfach an unserem saldiaStammtisch vorbei und trink mit mir einen Appenzeller. Ganz im Ernst – setz dich zu mir, erzähl mir bei einem Apéro von deinem Problem, und wir spinnen die Idee gemeinsam weiter. Ich bin nämlich der Typ, der solche Sachen am liebsten von Mensch zu Mensch bespricht, mit einem Glas in der Hand und einem Handschlag – und ganz sicher nicht über einen sterilen Videocall oder sonst so digitalen Schnickschnack. Die besten Tools entstehen beim Anstossen und Zuhören, nicht in einem Google Meet oder Teams Call – das war bei saldiaTools schon so.

Wenn's bis zum nächsten Stammtisch nicht warten kann, schreib uns zwischendurch kurz über das Kontaktformular – aber das echte Gespräch führen wir dann bei einem Appenzeller. Ich freu mich auf dich. Bis bald, Bidu.

P.S. Du willst wissen, womit wir diese Website – und eigentlich alles andere – gebaut haben? Scroll ganz nach unten in die Fusszeile. Dort steht «Gemacht in der Schweiz, mit …». Fahr mit der Maus über die kleine Grafik und klick drauf. Prost! 🥃

Die ganze Geschichte als Comic

Weil sich so eine Stammtisch-Geschichte am besten in Bildern erzählen lässt, haben wir sie als Comic festhalten lassen – vom ersten Appenzeller bis zur fertigen Plattform:

Comic: Wie saldiaTools entstanden ist – vom saldiaStammtisch über die erste Anfrage bis zur fertigen Plattform für KMU
Ein grosses Merci an Chrigu Holdener von heimatmonamour.ch für dieses geniale Comic. 🙌

Häufige Fragen (FAQ)

Wie ist saldiaTools entstanden?

Nicht am Reissbrett, sondern an unserem saldiaStammtisch: Ein Kollege mit seinem eigenen KMU hätte für sein Problem eine masslos überteuerte Software kaufen müssen – also bauten wir ihm ein schlankes, smartes Tool. Beim selben Apéro kamen die nächsten Ideen dazu: eine einfache Stromkosten-Aufteilung für einen Vermieter, eine Mitgliederverwaltung für einen Betrieb mit vielen Mitgliedern, eine Zeiterfassung. Wir haben jedes dieser kleinen Tools gebaut und gemerkt, dass sie zusammengehören – so wurde aus Einzellösungen eine Plattform.

Welche Apps stecken heute in saldiaTools?

Vier: die Abrechnung für Vermieter mit KI-Rechnungserkennung, die Mitgliederverwaltung für Studios, Vereine und Clubs, das Time Tracking mit Kunden, Projekten und Live-Timer sowie der ELDA/DAT-Import nach bexio. Alle laufen mandantenfähig in einer Plattform mit Schweizer Datenhaltung; saldiaPay lässt sich dort anbinden, wo Zahlungen anfallen.

Für wen ist saldiaTools gedacht?

Für Schweizer KMU, Vereine und Selbständige, die eine bestimmte, wiederkehrende Aufgabe smart erledigen wollen, ohne ein grosses ERP einzuführen. Wer sich in einem der vier Bereiche wiedererkennt – Vermieten, Mitglieder verwalten, Zeit erfassen, ELDA verarbeiten – ist genau richtig.

Kann ich ein eigenes Tool für meinen Geschäftsalltag vorschlagen?

Ja, ausdrücklich. Genau dieser Weg hat saldiaTools hervorgebracht. Wenn du eine wiederkehrende Aufgabe hast, die dich Zeit kostet und für die es kein passendes Tool gibt, melde dich über das Kontaktformular. Wir prüfen gemeinsam, ob sich daraus ein schlankes Tool bauen lässt – allein oder als neuer Baustein in der Plattform.

Was kostet saldiaTools?

saldiaTools wird als individuelle Lösung zum Preis auf Anfrage angeboten, weil jede App einen anderen Anwendungsfall abdeckt. In einem kurzen Gespräch klären wir deinen Bedarf und schnüren ein passendes Paket – am einfachsten über das Kontaktformular. Preise können sich ändern.

Teilen

Hopp Schwiiz! 🇨🇭